
04.03.2026
Küchenplanung
Was kostet eine neue Küche?
„Was kostet eine neue Küche?“, ist meist die erste Frage, bevor man an die Küchenplanung geht. Zwischen günstiger Einbauküche und individuell geplanter Lösung liegen schnell ein paar tausend Euro, je nachdem was ihr wollt und wie eure Küche geschnitten ist. Fronten, Geräte, Montage, Anschlüsse, Lieferung, das summiert sich schneller als gedacht.

Inhalt
Preisklassen auf einen Blick
Eine neue Küche kostet nicht „einen festen Betrag“, sondern bewegt sich je nach Ausstattung, Größe und Anspruch in klar unterscheidbaren Preisklassen. Die folgenden Zahlen sind eine grobe Orientierung aus dem Markt. Sie helfen euch einzuschätzen, mit welchem Budget ihr ungefähr rechnen solltet, ersetzen aber keine individuelle Planung.
Durchschnittspreise richtig lesen
Wenn ihr nach „Was kostet eine neue Küche“ sucht, stolpert ihr über ganz unterschiedliche Zahlen. 2026 liegt der häufig genannte Durchschnitt im stationären Küchenfachhandel bei rund 10.000 € bis 12.000 €.
2024 wurde oft ein Wert um die 11.567 € genannt, meist inklusive Montage. Gleichzeitig tauchen kanalübergreifend Durchschnittswerte von etwa 6.500 € auf. Klingt günstiger, ist aber meist ein Mix aus Online-Angeboten, Selbstmontage und sehr einfachen Ausstattungen.
Heißt unterm Strich: Der „Durchschnittspreis“ ergibt nur Sinn, wenn ihr wisst, was genau drin ist. Ohne Geräte? Ohne Montage? Mit Lieferung? Genau da liegt der Unterschied, und das wird gern überlesen, obwohl es wichtig ist, hier genau hinzuschauen.
Wovon hängt der Küchenpreis ab?
Wer recherchiert, was eine neue Küche kostet, merkt schnell: Die Küchenpreise unterscheiden sich teils deutlich. Hier kommen die 4 wichtigsten Punkte:
- Größe, Grundriss und Küchenform
Je mehr Laufmeter Küche geplant werden, desto höher sind die Kosten einer neuen Küche. Eine kleine einzeilige Küche ist deutlich günstiger als eine L- oder U-Form mit Insel.
Besonders teuer werden Ecken und Sonderlösungen. Ein sogenannter Le-Mans-Auszug oder eine komplexe Ecklösung kann schnell 400 € bis 1.200 € extra kosten, je nach Hersteller und Ausführung. Auch Dachschrägen, Vorsprünge oder ungewöhnliche Raumzuschnitte treiben den Küchenpreis spürbar nach oben, weil mehr angepasst und geplant werden muss.
Faustregel: Jede zusätzliche Ecke ist nicht nur mehr Schrank, sondern mehr Mechanik, mehr Planung, mehr Montage.
- Fronten, Korpus und Innenausstattung
Die Optik hat direkten Einfluss auf die Küchenpreise.
Melamin- oder Schichtstofffronten starten im unteren Preissegment. Lackfronten, Glas oder Echtholz liegen deutlich höher. Der Unterschied zwischen einfacher Folienfront und hochwertigem Lack kann bei einer mittelgroßen Küche schnell mehrere tausend Euro betragen.
Auch der Korpus macht was aus. Stärke der Seitenwände, Rückwandqualität, Beschläge, Dämpfungssysteme. Das sieht man nicht sofort, merkt man aber über die Jahre.
Innenauszüge, Besteckeinsätze, Mülltrennsysteme und Organisationslösungen summieren sich ebenfalls.
Ein voll ausgestatteter Auszugsschrank kostet deutlich mehr als eine einfache Tür mit Einlegeboden. Das wird oft unterschätzt, obwohl es im Alltag den größten Unterschied macht.
- Arbeitsplatte: Material entscheidet
Die Arbeitsplatte beeinflusst den Preis stärker als viele denken
Schichtstoff ist die günstigste Variante und liegt je nach Stärke und Dekor oft bei wenigen hundert Euro pro laufendem Meter.
Massivholz, Keramik oder Naturstein sind in der Regel mit Mehrpreisen von 300 € bis 800 € pro Meter verbunden, bei ausgewählten Materialien auch darüber.
Der Sprung von Schichtstoff zu Naturstein kann bei einer normalen Küchenlänge mehrere tausend Euro ausmachen.
- Gerätepaket und Ausstattung
Das Gerätepaket ist einer der größten Kostenblöcke. In vielen Planungen machen Elektrogeräte rund
25 % bis 40 % vom Gesamtpreis aus.
Ein einfaches Set aus Herd, Backofen, Kühlschrank und Geschirrspüler im Einstiegssegment startet bei etwa 2.000 € bis 3.000 €. Markenhersteller mit höherer Effizienzklasse, Pyrolyse, Dampfunterstützung oder Muldenlüfter liegen schnell bei 6.000 € bis 10.000 € und mehr.
Hier entscheidet nicht nur die Marke, sondern auch die Ausstattung. Induktion statt Ceran, Dampf statt nur Heißluft, integrierte Lüftung statt klassischer Dunstabzug. Jede dieser Entscheidungen verschiebt den Küchenpreis merklich.
Unterm Strich zeigt sich: Die Kosten einer neuen Küche hängen weniger von „teuer oder günstig“ ab, sondern von euren Prioritäten. Größe, Material, Technik und Stauraum sind die Stellschrauben, die den Preis am stärksten bewegen.
Ihr möchtet wissen, was eure neue Küche ganz konkret kosten würde?
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Kostenaufteilung: So verteilen sich 100 % Küchenbudget
Beim Einschätzen, was eine neue Küche kostet, hilft ein Blick auf die Verteilung. Nicht nur der Gesamtpreis zählt, sondern auch, wie sich das Küchenbudget aufteilt. So erkennt ihr schneller, wo ihr steuern könnt.
Typische Budgetquoten bei einer geplanten Küche
Wie sich Möbel, Geräte und Arbeitsplatte preislich unterscheiden und welche Faktoren den Küchenpreis hier beeinflussen, haben wir oben bereits detailliert beschrieben.
Was dagegen häufig unterschätzt wird, sind Lieferung und Montage. Je nach Größe, Grundriss und Aufwand können hier schnell mehrere hundert bis einige tausend Euro anfallen. Besonders bei Inselküchen, Sonderanfertigungen oder schwierigen Raumsituationen steigt der Montageaufwand deutlich.
Ein kleiner Puffer im Budget sorgt zusätzlich dafür, dass spätere Anpassungen oder Ergänzungen nicht sofort das gesamte Küchenbudget sprengen.
Wichtig: Was gehört nicht ins Küchenbudget?
Essplatz, Stühle, Esstisch, Beleuchtung außerhalb der Küchenmöbel, neue Böden oder Malerarbeiten sind i. d. R. nicht im klassischen Küchenbudget enthalten.
Konkrete Preisbeispiele
Zahlen helfen beim Einordnen. Gleichzeitig gilt: Jede Planung ist individuell. Grundriss, Wünsche, Marken, regionale Unterschiede, Aktionen, Lieferzeiten. All das beeinflusst den Preis. Die folgenden Beispiele zeigen typische Markt-Rahmen, sie sind keine festen Angebote und keine verbindlichen Preise einzelner Studios.

Beispiel A: Kleine Küchenzeile
Einbauküche Kosten: ca. 6.000 € – 9.000 €
Typische Ausgangssituation: 3 bis 4 Meter Zeile, Standardgrundriss, wenig Sonderlösungen.
Was in diesem Rahmen oft enthalten ist:
- Melamin- oder Schichtstofffronten
- Laminat-Arbeitsplatte
- solides Geräte-Set im Einstiegssegment
- Basis-Innenausstattung
- Standard-Montage
Typische Kompromisse:
- weniger Schubkästen und Auszüge
- einfache Griff- und Frontauswahl
- keine aufwendigen Eck- oder Sonderlösungen
Hier steht Funktion klar vor Design. Für Mietwohnungen oder kleinere Haushalte ist das meist eine realistische Größenordnung.

Beispiel B: L-Form oder Familienküche in der Mittelklasse
Küche Preisbeispiel: ca. 12.000 € – 18.000 €
Typisch sind 5 bis 7 Meter Küchenlänge in L-Form oder mit kleiner Halbinsel.
Was häufig enthalten ist:
- Lack- oder hochwertige Schichtstofffronten
- Quarzkomposit- oder stärkere Arbeitsplatte
- Marken-Elektrogeräte mit erweiterten Funktionen
- mehrere Innenauszüge, Mülltrennung, Organisationssysteme
- saubere Anpassung an Nischen und Anschlüsse
Typische Upgrades in diesem Bereich:
- Induktionskochfeld
- höherwertiger Backofen mit Pyrolyse oder Dampfunterstützung
- integrierte Beleuchtung
- aufgeräumtes, griffarmes Design
Hier bewegen sich viele Planungen, weil Ausstattung und Alltagstauglichkeit gut zusammenpassen.

Beispiel C: Inselküche oder Premiumplanung
Küche mit Insel Kosten: ab ca. 20.000 € aufwärts
Ausgangssituation: offene Wohnküche, Kochinsel, viel Stauraum, hoher Designanspruch.
Typische Preistreiber:
- große Insel mit zusätzlicher Installation
- Naturstein- oder Keramik-Arbeitsplatte
- Muldenlüfter oder Design-Dunstabzug
- hochwertige Marken- oder Designgeräte
- Sonderanfertigungen, z. B. deckenhohe Schränke
- aufwendige Montage bei offenen Wohnkonzepten
Wichtig: Diese Beispiele zeigen Markt-Realitäten. Was eure Küche am Ende tatsächlich kostet, hängt von euren Prioritäten und den Gegebenheiten vor Ort ab. Zwei Küchen mit gleicher Größe können mehrere tausend Euro Unterschied haben, obwohl sie auf den ersten Blick ähnlich wirken. Genau deshalb lohnt es sich, Zahlen immer im Zusammenhang zu betrachten.
Zusatzkosten, die oft vergessen werden
Bei den Kosten für eine neue Küche schaut man natürlich zuerst auf Möbel und Geräte. Die eigentlichen Überraschungen verstecken sich aber oft im Drumherum.
- Lieferung und Montage
Lieferung und Montage haben wir oben bereits als festen Budgetbestandteil eingeordnet. Trotzdem hier noch einmal zur Einordnung: Für Lieferung und Aufbau einer Küche fallen je nach Umfang und Aufwand meist etwa 800 € bis 2.500 € an.
Kleine Küchen sind schneller montiert, bei L-Formen, Inseln oder komplexen Anpassungen steigt der Zeit- und Kostenaufwand entsprechend.
- Anschlüsse und Umbauten
Richtig ins Gewicht fallen Umbauten.
- Wasseranschluss verlegen
Je nach Aufwand, Wandaufbau und Entfernung bewegt sich das häufig zwischen 300 € und 1.000 €. Muss zusätzlich gefliest oder verputzt werden, steigt der Betrag entsprechend.
- Elektroarbeiten
Neue Steckdosen, Starkstrom für Induktion oder Anpassungen im Sicherungskasten. Elektriker rechnen oft mit 60 € bis 100 € pro Stunde. Für typische
Anpassungen kommen schnell 400 € bis 1.500 € zusammen, je nachdem wie viel neu gelegt werden muss.
Hinzu kommt manchmal eine separate Installationsplanung, gerade bei offenen Wohnküchen oder wenn mehrere Gewerke koordiniert werden müssen. Das wird im Budget gern übersehen, obwohl es am meisten Sinn macht, hier sauber zu planen.
- Zeitplanung nicht unterschätzen
Lieferzeiten liegen aktuell häufig bei 6 bis 8 Wochen, bei Sonderanfertigungen oder bestimmten Fronten auch darüber. Wer Umbauten plant, sollte einen Puffer einrechnen, weil nicht immer alles auf den Tag genau passt.
Die Montage selbst dauert, wie erwähnt, zwischen einem und mehreren Tagen. In dieser Zeit ist die Küche nicht nutzbar. Das klingt banal, wird aber oft erst relevant, wenn man mitten im Alltag ohne Spüle dasteht.
Küchenpreise richtig vergleichen
Wer „Was kostet eine neue Küche“ ernsthaft beantworten will, kommt ums Vergleichen nicht herum. Aber bitte richtig – deshalb kommen hier unsere besten Tipps:
Nur vergleichen, was wirklich gleich ist
Ein fairer Küchenpreisvergleich funktioniert nur bei Positionsgleichheit. Heißt konkret:
- Möbel: gleiche Frontqualität, gleiche Korpushöhe, gleiche Auszugssysteme
- Geräte: identische Marken und Modellnummern
- Arbeitsplatte: gleiches Material, gleiche Stärke, gleiche Kantenbearbeitung
- Montage und Lieferung: enthalten oder separat ausgewiesen?
Ein Küchenangebot vergleichen macht nur dann Sinn, wenn diese Punkte sauber aufgelistet sind. Sonst vergleicht ihr Äpfel mit Birnen und wundert euch später über Preisunterschiede, die eigentlich aus unterschiedlichen Leistungen entstehen.
Der Meterpreis ist kein verlässlicher Maßstab
„Küche für 1.999 € pro Meter“ klingt erstmal klar. Ist es aber nicht.
Ohne genaue Leistungsdefinition sagt der Meterpreis wenig aus. Welche Geräte sind enthalten? Welche Innenausstattung? Welche Arbeitsplatte? Ist Montage dabei oder nicht?
Der Meterpreis taugt höchstens als grobe Orientierung. Für eine echte Entscheidung braucht ihr eine umfangreiche Beratung und professionelle Planung.
Rabatt- und Lockangebote richtig einordnen
Hohe Prozent-Rabatte wirken attraktiv. 40 %, 50 %, 60 %. Entscheidend ist jedoch der Ausgangspreis und was tatsächlich im Angebot steckt.
Manche Werbe-Schnäppchen wirken günstig, enthalten aber nur eine Basisausstattung. Zusätzliche Auszüge, bessere Geräte oder hochwertigere Arbeitsplatten kommen später als Aufpreis dazu. Und plötzlich ist der vermeintliche Vorteil wieder relativiert.
Ein sauber kalkuliertes Angebot ist transparenter als ein hoher Rabatt auf einen künstlich angesetzten Listenpreis. Das ist keine Theorie, das ist gang und gäbe im Markt.
Wenn ihr ein transparentes, nachvollziehbares Angebot erhalten möchtet, dann kommt am besten in ein Küchenstudio in eurer Nähe. Dort planen wir eure neue Küche gemeinsam und auf Augenhöhe.
Vom Möbelanteil über Geräte bis hin zu Montage und Lieferung werden alle Kosten offen gelegt. Ihr seht genau, wie sich der Preis zusammensetzt und welche Entscheidungen welchen Einfluss haben. Am Ende steht ein individuelles, transparentes und personalisiertes Angebot, das wirklich zu euch und eurem Budget passt.
Findet jetzt ein Küchenstudio in eurer Nähe und vereinbart direkt einen Termin für eine Küchenplanung.
FAQ
Was kostet eine neue Einbauküche inklusive Geräte?
Eine neue Einbauküche inklusive Geräte kostet je nach Ausstattung meist zwischen 6.000 € und 25.000 € oder mehr. Einstiegsmodelle beginnen im unteren Bereich mit Standard-Geräten, Mittelklasse-Küchen liegen häufig bei 12.000 € bis 18.000 €. Durchschnittswerte um 10.000 € bis 12.000 € beziehen sich oft auf solide Planungen im Fachhandel.
Was kostet eine neue Küche inklusive Montage und Lieferung?
Für Montage und Lieferung fallen zusätzlich meist 800 € bis 2.500 € an, abhängig von Größe und Aufwand. Bei komplexen Grundrissen oder Inselküchen können die Kosten höher liegen.
Ist der Preis pro laufendem Meter bei Küchen sinnvoll?
Der Preis pro laufendem Meter bietet nur eine grobe Orientierung. Ohne genaue Angaben zu Geräten, Arbeitsplatte, Innenausstattung und Montage ist dieser Wert wenig aussagekräftig. Für einen echten Küchenpreisvergleich sind vollständige Angebotspositionen wichtig.
Wie verteilen sich die Kosten bei einer neuen Küche?
Typisch sind etwa 40 % bis 50 % für Schränke und Fronten, 25 % bis 35 % für Geräte, 10 % bis 15 % für die Arbeitsplatte und rund 8 % bis 12 % für Montage und Lieferung. Zusätzlich empfiehlt sich ein kleiner Budgetpuffer. Die genaue Verteilung hängt von Ausstattung und Prioritäten ab.
Wie stark beeinflusst eine Kochinsel den Küchenpreis?
Eine Kochinsel erhöht den Gesamtpreis deutlich, weil zusätzliche Schränke, Arbeitsplattenfläche und Installationen notwendig sind. Auch spezielle Lösungen wie Muldenlüfter oder Sonderbeschläge treiben die Kosten. Inselküchen starten häufig erst im höheren Budgetbereich.
Was kostet es, Wasser- oder Elektroanschlüsse in der Küche zu verlegen?
Das Verlegen eines Wasseranschlusses kostet häufig zwischen 300 € und 1.000 €. Elektroarbeiten werden meist nach Stundensatz berechnet und liegen oft im Bereich von mehreren hundert bis über 1.000 €. Diese Kosten sollten vor der Montage geklärt sein.
Wie lange dauert es von der Planung bis zur fertigen Küche?
Die Lieferzeit beträgt häufig 6 bis 8 Wochen, bei Sonderanfertigungen auch länger. Hinzu kommen Planungsphase, Aufmaß, eventuelle Umbauten und die Montage. Insgesamt sollte man mehrere Wochen bis wenige Monate einplanen.
Warum sollte man einen Planungspuffer beim Küchenbudget einplanen?
Ein Puffer von etwa 5 % des Budgets deckt zusätzliche Wünsche oder notwendige Anpassungen ab. Während der Planung ändern sich oft Details, die Mehrkosten verursachen können. Ein eingeplanter Spielraum verhindert spätere finanzielle Engpässe.
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