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23.02.2026

Küchenplanung

Küche richtig einräumen

Kennt ihr das? Ihr steht in eurer Küche und findet weder den Lieblingsschäler noch das Vanillepulver auf Anhieb. Alles wirkt chaotisch: Schränke sind vollgestopft, Schubladen überladen, auf der Arbeitsfläche sammeln sich Geräte und Kleinkram. Doch es geht auch anders. In diesem Beitrag findet ihr konkrete Tipps, wie ihr eure Küche richtig einräumt und sinnvoll anordnet, sodass am Ende alles seinen festen Platz hat.

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First things first: ausmisten, sortieren, neu denken

Der wichtigste Schritt kommt vor dem Einräumen. Alles, was später logisch und aufgeräumt sein soll, beginnt mit Ausmisten und Sortieren.

Gerade bei einer neuen Küche ist das der perfekte Moment. Ihr müsst ohnehin alles ausräumen – warum also Dinge mitnehmen, die ihr seit Jahren nicht benutzt? Alte Küchen sind oft voll von doppelten Utensilien, angeschlagenem Geschirr oder Geräten, die längst keinen Platz mehr im Alltag haben. Eine neue Küche bietet die Chance, bewusst neu zu starten und nur das einziehen zu lassen, was wirklich gebraucht wird.

Aber auch ohne neue Küche gilt: Räumt Schränke und Schubladen einmal komplett leer. Verschafft euch einen Überblick. Trennt euch konsequent von kaputten, überflüssigen oder ungeliebten Dingen. Was bleibt, wird anschließend thematisch sortiert und sinnvoll neu eingeordnet.

Geschirr richtig einräumen: Teller, Schüsseln und Gläser sinnvoll verstauen

Beim Geschirr zeigt sich besonders schnell, ob eine Küche gut durchdacht ist. Wenn Teller jedes Mal umgestapelt werden müssen oder Gläser ganz hinten im Schrank verschwinden, kostet das im Alltag unnötig Zeit.

Es gilt: Beim Einräumen braucht nur das den besten Platz, war ihr wirklich täglich braucht.

  • Alltagsgeschirr nach vorn und auf Augenhöhe
    Teller, Schüsseln und Gläser, die ihr täglich nutzt, gehören in gut erreichbare Schrankbereiche. Idealerweise über oder in der Nähe der Spülmaschine.
  • Selten genutztes Geschirr nach oben oder hinten
    Festtagsgeschirr, große Servierplatten oder besondere Gläser dürfen weiter nach oben oder in die hinteren Bereiche wandern.
  • Stapeln mit Maß
    Teller lassen sich gut stapeln, solange ihr sie ohne Umräumen entnehmen könnt. Bei Schüsseln oder empfindlichem Geschirr lohnt es sich, kleinere Stapel zu bilden oder sie nebeneinander zu platzieren.
  • Gläser übersichtlich gruppieren
    Stellt Gläser nach Art zusammen – Trinkgläser, Weingläser, Becher. So greift ihr automatisch zum richtigen Glas und vermeidet Unordnung durch gemischte Stapel.

Besteck und Küchenhelfer griffbereit einräumen

Besteck und Küchenhelfer gehören zu den Dingen, die im Alltag ständig in Gebrauch sind. Umso wichtiger ist es, dass sie logisch platziert und auf einen Blick greifbar sind.

  • Besteck in Nähe der Spülmaschine einplanen
    Die Besteckschublade liegt idealerweise, wie auch das Geschirr, in der Nähe der Spülmaschine. Das erleichtert das Einräumen und spart im Alltag unnötige Wege.
  • Küchenhelfer nach Funktion bündeln
    Kochlöffel, Pfannenwender und Zangen gehören in eine Schublade in Herdnähe. Backhelfer, die nur gelegentlich zum Einsatz kommen, dürfen in einer separaten Schublade liegen. Dazu gehören zum Beispiel Teigroller, Spritzbeutel oder Ausstechformen. So bleibt der zentrale Arbeitsbereich übersichtlich.
  • Einsätze statt lose Schubladen
    Besteckkästen, Trennelemente oder modulare Einsätze sorgen dafür, dass nichts verrutscht. Sie schaffen klare Bereiche und verhindern, dass sich Schubladen mit der Zeit wieder füllen und unübersichtlich werden.
  • Messer richtig aufbewahren
    Ob Messerblock auf der Arbeitsfläche, Messereinsatz in der Schublade oder Magnetleiste an der Wand – wichtig ist, dass Messer sicher, griffbereit und geschützt liegen. 

Töpfe, Pfannen und Deckel platzsparend unterbringen

Töpfe und Pfannen gehören zu den sperrigsten Teilen in der Küche. Wenn sie ungünstig verstaut sind, entsteht schnell Unordnung oder ihr müsst jedes Mal mehrere Teile herausnehmen, um an das richtige zu kommen. 

  • Tiefe Auszüge statt klassischer Schränke
    Tiefe Schubladen oder Auszüge sind für Töpfe und Pfannen deutlich praktischer als klassische Schränke mit Einlegeböden. Ihr seht den gesamten Inhalt auf einen Blick und kommt auch an hintere Töpfe problemlos heran.
  • Deckel stehend statt gestapelt aufbewahren
    Lose gestapelte Deckel sorgen schnell für Chaos. Besser ist es, sie stehend zu verstauen – zum Beispiel in integrierten Haltern, separaten Einsätzen oder seitlich im Auszug. So ist jeder Deckel sofort greifbar.
  • Schwere Teile nach unten einräumen
    Große Töpfe, Pfannen oder Bräter gehören in die unteren Auszüge. Dort stehen sie stabil, belasten keine leichteren Utensilien und lassen sich sicher ausziehen.

Wenn ihr eine neue Küche plant, lässt sich dieser Bereich von Anfang an mit passenden Auszügen, Haltern und ausreichend Tiefe mitdenken. Wir helfen euch gerne dabei. Findet jetzt ein Küchenstudio in eurer Nähe.

Vorräte und Lebensmittel richtig sortieren

Vorräte sind oft der Bereich, in dem Ordnung am schnellsten verloren geht. Mehl hier, Nudeln dort, Konserven irgendwo dazwischen. Das führt nicht nur zu Unübersichtlichkeit, sondern auch dazu, dass Dinge doppelt gekauft oder vergessen werden. 

  • Alles an einem Ort bündeln
    Lagert haltbare Lebensmittel möglichst gesammelt in einem Schrank, einem Auszug oder einer Speisekammer. Wenn Vorräte verteilt stehen, verliert man schnell den Überblick.
  • Kategorien bilden
    Sortiert eure Lebensmittel nach Verwendungszweck. Zum Beispiel Backzutaten, Kochzutaten, Frühstück, Snacks oder Getränke. Innerhalb dieser Kategorien findet ihr alles schneller wieder und räumt Einkäufe automatisch richtig ein.
  • FIFO-Prinzip anwenden (first in – first out)
    Neu gekaufte Lebensmittel wandern nach hinten, ältere nach vorne. So werden bereits vorhandene Vorräte zuerst verbraucht und nichts kann schlecht werden.
  • In Boxen oder Gläser umfüllen
    Einheitliche Vorratsdosen oder Gläser schaffen Übersicht und schützen Lebensmittel. Beschriftungen helfen zusätzlich, Inhalt und Haltbarkeit im Blick zu behalten.

Gewürze müssen schnell zur Hand sein

Kaum etwas unterbricht den Kochfluss so sehr, wie der Griff nach dem richtigen Gewürz. Wenn Salz, Pfeffer oder Lieblingsgewürze jedes Mal erst über einen unnötig langen Weg erreicht werden können, ist das richtig ärgerlich. Achtet deshalb auf folgende Punkte:

  • Nähe zum Herd einplanen
    Gewürze werden beim Kochen gebraucht, nicht beim Abwasch. Platziert sie daher möglichst in Herdnähe, damit ihr beim Würzen nicht quer durch die Küche laufen müsst.
  • Schublade, Gewürzschrank oder Wandlösung bewusst wählen
    Gewürzschubladen bieten Überblick von oben und wirken sehr ruhig.
    Klassische Gewürzschränke sind bewusst flach aufgebaut, oft vor der Dunstabzugshaube angebaut. Dadurch steht jede Gewürzreihe sichtbar übereinander, ohne dass Dosen hintereinander verschwinden.
    Wandlösungen können praktisch sein, sollten aber zurückhaltend eingesetzt werden, damit der Kochbereich nicht unruhig wirkt.
  • Einheitliche Gläser und klare Sortierung
    Gleiche Gläser oder Dosen sorgen für Übersicht. Zusätzlich hilft eine feste Sortierlogik – zum Beispiel alphabetisch, wie im Supermarkt, oder nach Farben bzw. Gewürzarten. 

Elektrogeräte sinnvoll verstauen

Elektrogeräte bringen einen gewissen Komfort in den Küchenalltag, nehmen aber auch schnell viel Platz ein. Wenn zu viele Geräte auf der Arbeitsfläche stehen, wirkt die Küche schnell unordentlich. Deshalb lohnt es sich, hier bewusst zu entscheiden: Was braucht ihr täglich und was kann auch verstaut werden? 

  • Täglich genutzte Geräte dürfen stehen bleiben
    Geräte, die ihr wirklich jeden Tag nutzt, dürfen einen festen Platz auf der Arbeitsfläche haben. Dazu zählen häufig Kaffeemaschine, Wasserkocher oder Toaster.
  • Selten genutzte Geräte verstauen
    Mixer, Küchenmaschine, Waffeleisen oder Entsafter müssen nicht ständig bereitstehen. In Schränken oder Auszügen untergebracht, sind sie bei Bedarf schnell zur Hand.
  • Gerätegaragen und Schranklösungen nutzen
    In neuen Küchen bieten Gerätegaragen oder spezielle Geräteschränke eine elegante Lösung. Elektrogeräte sind sofort einsatzbereit, verschwinden aber nach dem Gebrauch wieder aus dem Blickfeld.

Ihr plant eine neue Küche und wollte eine solche Schranklösung direkt mitdenken? Wir helfen euch gern! Findet jetzt ein Küchenstudio in eurer Nähe. 

Putzmittel, Müll und Kleinteile ordentlich unterbringen

Dieser Bereich wird bei der Küchenplanung oft unterschätzt – dabei wird er täglich genutzt. Für Putzmittel und Müll braucht es sinnvolle Lösungen. 

  • Spülenschrank sinnvoll nutzen
    Der Bereich unter der Spüle eignet sich ideal für Putzmittel, Spüllappen und Reinigungszubehör. Wichtig ist eine klare Aufteilung, damit nichts kippt oder unübersichtlich wird.
  • Mülltrennung von Anfang an einplanen
    Integrierte Trennsysteme helfen, Restmüll, Bioabfall und Wertstoffe sauber zu trennen. In Auszügen unter der Spüle oder in separaten Müllschränken bleibt der Abfallbereich diskret und hygienisch gelöst.
  • Kleinteile strukturiert unterbringen
    Spülmaschinentabs, Ersatzschwämme oder Müllbeutel lassen sich gut in Boxen oder schmalen Körben verstauen. So bleibt alles griffbereit, ohne den Schrank zu überladen.
  • Kindersicherheit berücksichtigen, wenn relevant
    In Haushalten mit Kindern sollten Putzmittel sicher verstaut und gegebenenfalls mit Kindersicherungen versehen werden. 

Papierkram und Kramschublade – Ordnung für alles, was keinen festen Platz hat

In der Küche sammeln sich immer auch Dinge, die eigentlich nichts mit Kochen zu tun haben: Post, Einkaufszettel, Bedienungsanleitungen, Batterien oder Kleinkram, der „erst mal irgendwo hin“ soll. Wichtig ist, diesen Dingen bewusst einen Platz zu geben, statt sie wild herumfliegen zu lassen.

  • Papiere klar begrenzen
    Die Küche ist kein Büro. Richtet euch eine kleine, feste Stelle für Post und Notizen ein, zum Beispiel eine schmale Ablage oder eine Box. Alles, was erledigt ist, verlässt die Küche wieder.
  • Die Kramschublade bewusst einplanen
    Ja, sie darf existieren. Entscheidend ist, dass sie strukturiert bleibt. Mit kleinen Boxen oder Einsätzen lassen sich Batterien, Gummibänder, Stifte oder Kleinteile trennen, statt alles lose zu sammeln.
  • Regelmäßig durchsehen
    Gerade diese Schublade sollte gelegentlich überprüft werden. Was kaputt, leer oder überflüssig ist, darf gehen. So bleibt sie funktional und wird nicht zum Chaos-Fach.

Kleine Küche optimal einräumen – Unsere besten Tipps, wenn nicht viel Platz vorhanden ist

Alle bisherigen Tipps funktionieren hervorragend, wenn ausreichend Stauraum vorhanden ist. Viele Küchen sind jedoch kompakt geplant und verlangen nach besonders durchdachten Lösungen. Was also tun, wenn der Platz begrenzt ist oder ihr eine kleine Küche habt?

Die gute Nachricht: Auch auf wenig Raum lässt sich mit der richtigen Planung viel Ordnung schaffen.

  1. Vertikale Flächen konsequent nutzen

Zusätzliche Hängeschränke oder Regale bis unter die Decke schaffen Stauraum für selten genutzte Dinge. Offene Regale eignen sich gut für Vorratsgläser oder Kochbücher und wirken leichter als geschlossene Schränke.

  1. Hängen statt stellen

Freie Wandflächen oder die Rückwand der Arbeitsfläche lassen sich mit Relings oder Hakenleisten nutzen. Kochutensilien, Tassen oder Geschirrtücher sind so griffbereit untergebracht und belegen keinen Platz in Schubladen oder Schränken.

  1. Multifunktionale Möbel und Geräte einsetzen

Kombigeräte wie ein Backofen mit integrierter Mikrowelle sparen Platz. Rollbare Servierwagen bieten zusätzliche Ablagefläche und lassen sich flexibel einsetzen. Auch ausziehbare Arbeitsflächen oder klappbare Tische helfen, den vorhandenen Raum besser zu nutzen.

  1. Innenflächen von Schränken einbeziehen

Die Innenseiten von Schranktüren bieten wertvollen Stauraum. Schmale Regale, Haken oder Halter für Gewürze, Folien oder Kleinteile nutzen Fläche, die sonst ungenutzt bleibt.

  1. Jede Nische sinnvoll ausnutzen

Schmale Zwischenräume neben Kühlschrank oder Hochschrank eignen sich für Auszugsregale. Unter Hängeschränken können Gläser an Haken hängen. Ecklösungen wie Karussells oder drehbare Einsätze machen schwer erreichbare Bereiche nutzbar. 

  1. Mit optischer Ruhe arbeiten

Helle Farben, einheitliche Fronten und klare Linien lassen kleine Küchen größer wirken. Gute Beleuchtung unter Hängeschränken oder in dunklen Ecken schafft Tiefe. Je freier die Bodenfläche bleibt, desto großzügiger wirkt der Raum.

In kleinen Küchen ist Konsequenz besonders wichtig: nur das behalten, was wirklich gebraucht wird, Ordnungssysteme bewusst einsetzen und jeden Zentimeter gezielt planen. So wird auch eine kompakte Küche übersichtlich, funktional und alltagstauglich.

Fazit: Räumt eure Küche so ein, dass sie zu eurem Alltag passt

Wenn Stauraum, Anordnung und Nutzung von Anfang an auf euren Alltag abgestimmt sind, entsteht Ordnung fast von selbst.

Wenn ihr Unterstützung bei der Planung einer Küche braucht, die nicht nur gut aussieht, sondern auch durchdacht funktioniert und genug Platz für alles bietet, begleiten wir euch gern. Findet jetzt ein Küche Aktiv Küchenstudio in eurer Nähe.

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FAQ

Wie räumt man eine Küche richtig ein?

Eine Küche wird richtig eingeräumt, wenn Gegenstände nach Nutzungshäufigkeit und Funktion sortiert sind. Häufig Genutztes gehört in gut erreichbare Bereiche, Seltenes nach oben oder hinten. Wichtig ist, dass alles einen festen Platz hat.

Was gehört in welche Küchenschublade?

Besteck und häufig genutzte Küchenhelfer gehören in obere Schubladen nahe der Arbeitsfläche. Töpfe, Pfannen und Vorräte sind in tiefen Auszügen gut aufgehoben. Wichtig ist, dass zusammen Genutztes auch zusammen liegt.

Wie räumt man eine kleine Küche optimal ein?

In kleinen Küchen sollte der Stauraum konsequent genutzt werden: vertikale Flächen, Innenflächen von Schranktüren, Auszüge statt Einlegeböden und multifunktionale Lösungen. Weniger Geräte auf der Arbeitsfläche sorgen zusätzlich für Ruhe.

Wo bewahrt man Gewürze am besten auf?

Gewürze sollten in Herdnähe und gut sichtbar untergebracht sein, zum Beispiel in einer Gewürzschublade oder einem flachen Gewürzschrank. Einheitliche Gläser und eine klare Sortierung erleichtern den Überblick.

Wie organisiert man Vorräte richtig?

Vorräte sollten an einem Ort gebündelt und nach Kategorien sortiert werden. Das Prinzip „zuerst rein, zuerst raus“ hilft, Lebensmittel rechtzeitig zu verbrauchen. Einheitliche Boxen oder Gläser sorgen für Übersicht.

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